Neuste Erkenntnisse zu Depressionen

Bildquellenangabe: Gerd Altmann  / pixelio.de

Bildquellenangabe: Gerd Altmann / pixelio.de

Depressionen äußern sich durch Hoffnungslosigkeit, innerer Leere und oft genug durch Verzweiflung. Längst zur Volkskrankheit geworden nehmen Depressionen, ähnlich wie Burn-out, an Häufigkeit und Schwere ständig zu.

 

Was ist eine Depression?

Eine Depression ist nicht mit einem vorübergehenden Stimmungstief zu verwechseln. Es handelt sich um eine echte Krankheit. Depressionen werden in endogene, reaktive und neurotische Depressionen unterschieden. Eine neurotische Depression entwickelt sich nach einer langen, negativen Belastungsphase. Die endogene Depression kommt aus dem Nichts wie angeflogen und es gibt keinen erkennbaren akuten Grund dafür. Ihre aktive Depression stellt eine direkte Reaktion auf ein aktuelles Ereignis dar. Das kann zum Beispiel der Tod eines nahen Angehörigen sein. Jeder fünfte Deutsche erkrankt bei uns einmal im Leben an Depressionen. Selbst Menschen, die behaupten, überwiegend glücklich zu sein, können durch Schicksalsschläge Depressionen bekommen.

 

Mögliche organische Ursachen

Eine Ursache von Depressionen ist eine Anhäufung von negativen Stimmungen und Gefühlen, eine weitere, oft verkannte, das komplette Fehlen von positiven Stimmungen und Gefühlen wie Freude, Lust, Gelassenheit und Glück. Diese Formen der Depression werden durch organische Fehlsteuerungen verursacht, so neueste Studien der Harvard-Universität. Denn in genau lokalisierbaren Nervenzellen werden diese Gefühle aufgrund genetischer oder neurobiologischer Entwicklungsstörungen einfach nicht erzeugt. Infolge des Mangels an schönen Stimmungen werden zuerst die unangenehmen und schmerzhaften Gefühle aufgebaut. Im Gehirn funktioniert das Lust- und Belohnungssystem nicht mehr.

Erlernte Hilflosigkeit und Depression

In Deutschland gewannen Forscher der Universität Würzburg im April 2013 durch Beobachtung von Stubenfliegen neue Erkenntnisse über Depressionen. Sie stellten fest, dass diese Tiere ähnlich wie Menschen reagierten, wenn sie keinen Ausweg sahen. Dieser Zustand der „erlernten Hilflosigkeit“ ist bekannt und führt häufig zu Depressionen. Auch Hunde, Fische und Mäuse konnten bei den Tests in ausweglose Situationen mit großem Stress gebracht werden und reagierten alle ähnlich. Sie wurden apathisch, zeigten ein gestörtes Schlaf- und Fresserhalten und bekamen sogar Tumore. Mäuse wurden im Tierversuch mit einer erhitzten Herdplatte in Berührung gebracht. Bei diesem Versuch lernten sie, dass Hitze unumgänglich ist, wurden immer träger und apathischer. In dieser „erlernten Hilflosigkeit“ sehen Forscher große Parallelen zum menschlichen Verhalten bei Depressionen. Diese Erkenntnisse haben Einfluss auf die Entwicklung neuer Antidepressiva. Doch nach wie vor gilt, wer unter Depressionen leidet, sollte sich für eine langfristige Genesung nicht nur auf Medikamente verlassen, welche häufig nur eine „chemische Stütze“ darstellen. Es ist wichtig auch örtlich nach einem geeigneten Therapeuten, wie z.B. „Psychotherapie Bonn“ zu suchen. Dieser kann über die richtige Therapieform, wie der kognitiven Verhaltenstherapie, das Gehirn des Patienten wieder so „umstrukturieren“, dass eine schnellere Genesung erreicht bzw. erneute Rückfälle in Depressionen unwahrscheinlicher werden.

Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.