Depressionen bei Internet-Nutzern

Bildquelle: Cornelia Menichelli_pixelio.de

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Menschen, die sehr viel Zeit im Internet verbringen, dazu meist täglich, sind besonders häufig depressiv. Zu diesem Ergebnis kam zumindest eine Studie, die britische Psychologen der University of Leeds durchgeführt haben. Lange hat man dies schon vermutet, mit der Studie hat man jetzt aber klare Anhaltspunkte zu dieser These.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass einige Nutzer ihre soziale Interaktionen im realen Leben durch ihr intensiven Internetkonsum ersetzen. Hauptsächlich werde dies durch Chatrooms und Online-Communities wie bekannte Onlinespiele oder Foren ermöglicht. Durch die Ergebnisse der Studie lässt sich darauf schließen, dass solch eine Art des Surfens in vielen Fällen süchtig macht und ernsthafte Schäden auf die menschliche Psyche der Internet-Surfer zur Folge haben kann. In vielen Fällen seien auch überdurchschnittlich oft Depressionen zu beobachten sein, die mäßig bis stark ausfallen. Demnach kann man vermuten, dass extremer Internetkonsum eine Depression zur Folge haben kann.

Allerdings bleibt die Frage offen, ob Depressionen die Folge seien, oder ob sie davor schon bestanden. In jedem Fall sei extremer Internetkonsum aber ein Warnsignal für depressive Tendenzen. Zudem kann das intensive Internetverhalten einiger Süchtigen die alltäglichen „realen“ Aktivitäten der Internet-Surfer erheblich stören. Das heißt, dass beispielsweise alltägliche Dinge, wie das Duschen, Einkaufen, soziale Kontakte in vielen Fällen von extremen Internet-Surfern vernachlässigt werden.

 

Angeschlagene Psyche und Depression bei Internet-Nutzern

2008 gab es in einer Ortschaft, im Süden von Wales mit dem Namen Bridgend, eine Selbstmordserie. Dadurch muss sich die Frage gestellt werden, inwieweit Online Communities, depressive Gedankengänge bei Jugendlichen fördern können. Eine weitere interessante Tatsache in der Studie der University of Leeds ist, dass junge Menschen im Durchschnittalter von 21 Jahren, wesentlich öfter vom Internet abhängig waren, als Internet-Nutze, die älter waren.

Studieninformationen:
An der Studie nahmen 1319 Menschen mit einem Alter von 16 bis 51 Jahren teil. Darunter wurden 1,2 Prozent als „internetsüchtig“ eingestuft. Veröffentlicht wurde die Untersuchung vom Magazin „Psychopathology„.

 

Fazit:

Eine Studie mit interessanten Informationen. Trotzdem bleiben einige Fragen offen. Diese müssen in Zukunft weiterhin behandelt werden, um noch mehr Fakten herauszufinden!
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/sucht/psychologie-internet-junkies-haben-haeufig-depressionen_aid_476691.html

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