Bipolare Störung

Bildquellenangabe: Gerd Altmann  / pixelio.de

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Die bipolare Störung ist eine häufige psychische Erkrankung. Früher nannte man sie manisch depressives Irresein. Die bipolare Störung hat den Namen daher, weil die Erkrankung in zwei Phase verläuft. Eine depressive Phase wechselt mit einer manischen Phase ab.

Fast alle Menschen kennen Phasen der depressiven Verstimmung. Man reagiert auf Schlechtes mit Verstimmung und auf Gutes mit Freude. Diese normalen Verhaltensweisen sind bei der bipolaren Störung viel stärker ausgeprägt und ohne erkennbaren äußeren Anlass.

 

Ursachen

Die Ursachen der psychischen Erkrankung können vielfältig sein, äußere Auslöser wie traumatische Ereignisse können zu einer bleibenden Erkrankung führen. Aber auch verschiedene körperliche Krankheiten können eine Bipolare Störung auslösen, ebenso wie Medikamente oder Drogen.

 

Manische Phase

In der manischen Phase haben die Kranken ein Hochgefühl und tun Dinge die unvernünftig sind, zum Beispiel zu viel Geld ausgeben oder auch sexuelle Ausschweifungen, sie schließen mehrere Mietverträge ab oder kaufen mehrere Autos, die niemand benötigt. Die Stimmung kann euphorisch oder auch gereizt sein. Manchmal kommt es zu zusätzlichem Alkohol und Drogenmissbrauch, sodass die Grundkrankheit verdeckt wird. Viele Kranke haben ein gesteigertes Geselligkeit und Redebedürfnis. Die meist bestehenden Schlafstörungen verschlechtern den Zustand des Patienten zusätzlich. Bei zu wenig Schlaf kann es bis zu Wahnvorstellungen und Halluzinationen kommen.

 

Depressive Phase

Die depressive Phase dagegen ist gekennzeichnet durch extreme Antriebslosigkeit und gedrückte Stimmung, mit suizidalen Gedanken. Das kann so extrem sein, dass die Betroffenen zu nichts mehr in der Lage sind und das Bett nicht verlassen. Meist ist der Appetit gestört, entweder wird zu wenig oder zu viel gegessen. Das Selbstwertgefühl ist sehr niedrig, es kommt zu Schuldgefühlen. Bei der bipolaren Störung nimmt die Depression Formen an, bei der die Betroffenen sich selbst oder andere gefährden. Eine Folge kann versuchter oder vollendeter Suizid sein, hier ist die Dunkelziffer sehr hoch. 1,1 % aller Tode sollen Suizide sein, wobei der Anteil der Männer ungefähr dreimal so hoch ist. Wahrscheinlich weil die Frauen eher gelernt haben, Hilfe zu suchen, während eine psychische Erkrankung nicht ins Bild der Männlichkeit passt. Als Therapie dieser psychischen Erkrankung kommen medikamentöse Behandlung sowie Psychotherapie in Frage, meist in Kombination.

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